Der Bereich „Künstliche Intelligenz“ hat in den vergangenen Jahren rasante Fortschritte gemacht. Die Potenziale für mittelständische Unternehmen sind groß – genauso aber auch die Herausforderungen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit dieser Schulung machen wir Künstliche Intelligenz für Sie greifbar. Dabei werden Ihnen Sebastian Maier vom Fraunhofer IGCV und Martin Gottwald von der fortiss GmbH grundlegende Ansätze vorstellen, die Sie als Teilnehmer:in selbstständig anwenden. Durch Praxisbeispiele und Hilfestellungen zum Vorgehen in KI-Projekten, können Sie Anwendungsfelder im eigenen Unternehmen identifizieren. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem TCW Nördlingen statt

Inhalte

  • Grundlagen „Künstliche Intelligenz“
  • Einstieg in das Aufnehmen und Verarbeiten von Daten
  • Einstieg in die Welt des Maschinellen Lernens
  • Praxisnahe Anwendungsbeispiele und eigenständige Implementierung von einfachen KI-Algorithmen
  • Identifikation von KI-Anwendungsfeldern im eigenen Unternehmen

Vorteile für die Teilnehmenden

  • Statt mit Buzzwords geblendet zu werden, lernen Sie wichtige Inhalte und Ansätze der Künstlichen Intelligenz kennen
  • Sie erkennen Möglichkeiten, Risiken und Grenzen von KI-Projekten
  • Sie werden befähigt, mögliche Anwendungsfelder von KI im eigenen Unternehmen zu identifizieren

Zielgruppe 

Die kostenfreie Schulung richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeitende kleiner und mittlerer Unternehmen, die Anwendungsfelder der Künstlichen Intelligenz im eigenen Unternehmen identifizieren möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an: anmeldung@tcw-donau-ries.de

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Gesellschaftliche Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, Endkundenansprüche und Wettbewerbsfaktoren wie eine effektive Qualitätssicherung fordern von Unternehmen der Lebensmittelindustrie neue Lösungen. KI-basierte Dienste können nicht nur einzelnen Betrieben, sondern auch Wertschöpfungsnetzwerken helfen, diese umzusetzen.

Warum KI?

Der Vorteil von Verfahren auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) liegt darin, dass sie komplexe Zusammenhänge erfassen, verarbeiten und neue Entwicklungen lernen sowie berücksichtigen können. So können sie Entscheidungen optimieren, bei denen übliche Prozesse an ihre Grenzen stoßen.

In der Bestandsüberwachung und einer intelligenten Logistik für Nachbestellungen sorgen KI-Dienste beispielsweise dafür, überfüllte Bestände zu vermeiden. Wetter- und Suchdienst-Daten können Kundenpräferenzen vorhersagen, wodurch die Verkaufsmenge geplant werden kann. An sonnigen Tagen wird zum Beispiel der Absatz von Grillgut höher sein, als in einer Regenperiode. In der Qualitätssicherung kommen Computer-Vision-Systeme zum Einsatz, die vor Abweichungen warnen und Korrekturen der Einstellungen empfehlen. Maschinelles Lernen, ein Teilgebiet von KI, wird auch von mittelständischen Unternehmen in der Maschinenüberwachung eingesetzt – so gibt die KI Empfehlungen, die Mitarbeitende dann einstellen können.

In außerordentlich komplexen Konstellationen kommen die Potenziale von KI jedoch besonders zum Tragen: dort, wo Unternehmen gemeinsam versuchen, gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Auf Lebensmittel- und Ressourcenverschwendung wirken sich beispielsweise so viele Faktoren aus, dass intelligente Systeme nötig sind, um sie zu reduzieren. KI-Plattformen können hier Unternehmen in der Lebensmittelindustrie helfen, Verschwendungen zu minimieren und gleichzeitig Gewinne zu maximieren.

Wie funktioniert’s?

Eine Supermarktkette sammelt alle Daten, die für eine intelligente Optimierung der Plan- und Steuerbarkeit der Filialen erforderlich sind. Daraus wird ein virtuelles Abbild einer jeden lokalen Filiale erstellt, das die zukünftige Kaufentwicklung simulieren kann. Neben unternehmensinternen Zuständen und externen Einflüssen wie Google-Trends oder Wetterdaten, die eine Produktnachfrage vorhersagen, berücksichtigen die KI-Services auch das Einkaufsverhalten der Kund:innen je Filiale und Produkt, etwa ihre Reaktionen auf Preisanpassungen.

Durch die Simulation der Endfiliale erhält die Supermarktkette Informationen, durch die sie

  • die laut KI genau richtige Menge zum richtigen Preis vorrätig hat – beispielsweise, um Produkte nah am Mindesthaltbarkeitsdatum noch zu verkaufen – sowie
  • schneller auf externe Einflüsse wie lokale Veranstaltungen reagieren und
  • eine gewinnmaximierende Preisgestaltung der Produkte möglich machen kann.

Erst durch die KI-Verfahren mit datenintensiven Lernprozessen können filial- oder sogar unternehmensübergreifend alle Faktoren berücksichtigt und Handlungsalternativen wie Mengenanpassungen nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet werden.

Hemmend wirkt sich auf ein solches Zusammenarbeiten eine traditionelle Skepsis seitens der Unternehmen aus, interne Daten weiterzugeben. Daher muss der Nutzen für die einzelnen Unternehmen bei solchen Projekten klar erkennbar sein. Um modernen Nachhaltigkeitsherausforderungen zu begegnen, müssen Unternehmen allerdings auch die Bereitschaft entwickeln, für ein Zusammenarbeiten Daten auszutauschen.

Das Projekt Resource-efficient, Economic and Intelligent Food Chain (REIF) mit 18 Projektpartnern zeigt beispielhaft, wie mithilfe von KI Mehrwerte zur Vermeidung von einer Lebensmittelverschwendung generiert werden können.

Automatisiertes maschinelles Lernen (AutoML) beschreibt den Prozess der Automatisierung von zeitaufwändigen, iterativen Aufgaben bei der Entwicklung einer Machine Learning Pipeline. AutoML beschleunigt und vereinfacht nicht nur den Machine Learning Workflow, sondern ermöglicht auch Nutzer:innen ohne spezifische ML-Kenntnisse einen Zugang zum maschinellen Lernen.

Christopher Sobel vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS zeigt Ihnen, wie auch Sie mithilfe von AutoML Proofs of Concept schnell und ohne explizites Expertenwissen durchführen können. Der KI-Trainer wird Ihnen das anhand konkreter Beispiele erklären. Das Webinar findet in Kooperation mit der IHK Regensburg statt.

Inhalte

  • Aufbau einer Machine Learning Pipeline
  • AutoML Frameworks und ihre Funktionsweise
  • Praxisbeispiele und Anwendungsszenarien

Zielgruppe

Das Webinar richtet sich an Geschäftsführende, Unternehmer:innen, Projektleitende und Interessierte aus kleinen und mittleren Unternehmen, die sich für maschinellen Lernens mittels AutoML interessieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Melden Sie sich für das kostenfreie Webinar an

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In den letzten Jahren hat das Thema Künstliche Intelligenz (KI) großen Aufwind erfahren und wurde in verschiedenen Unternehmensprozessen bereits als integraler Bestandteil etabliert. Expert:innen sind sich einig, dass KI immer mehr Vorhaben automatisieren wird. Diese Entwicklung wird enorme Potentiale freisetzen und zu Umbrüchen, wie bei der Elektrifizierung oder der Digitalisierung, führen.

Damit insbesondere kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) der Einstieg in die neue Technologie gelingt, organisiert die IHK München & Oberbayern, fortiss sowie die Initiative for appliedAI die Konferenz „KI für den Mittelstand“. Die Veranstaltung findet am 27. Oktober 2022 im hybriden Format statt. Christopher Sobel vom Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg wird Sie dabei über Digitalisierungsangebote des Zentrums informieren.

Mehr Informationen und die kostenlose Anmeldung finden Sie hier

 

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Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit ein KI-Projekt erfolgreich entsteht? Möchten Sie erfahren wie die Umsetzung auch in Ihrem Unternehmen vonstattengehen könnte?

Im Webinar wird Ihnen Sebastian Maier vom Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg verschiedene Beispiele regionaler Unternehmen erläutern und Ihnen das Thema Künstliche Intelligenz näher bringen.

Themen

  • Einsatzszenarien, Entscheidungshilfen und Potenzial von Künstlicher Intelligenz
  • Best Practices aus der Industrie: Videotechnik und Hausgeräte
  • Voraussetzungen und Chancen
  • Umsetzung

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der IHK Regensburg statt und ist für Sie komplett kostenfrei. Weitere Infos und die Anmeldung finden Sie hier

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In diesem Webinar zeigen wir Ihnen anhand konkreter Beispiele wie auch Sie mit Hilfe von AutoML Proof of Concepts schnell und ohne explizites Expertenwissen durchführen können.

Inhalte

  • Aufbau einer Machine Learning Pipeline
  • AutoML Frameworks und ihre Funktionsweise
  • Praxisbeispiele und Anwendungsszenarien

Zielgruppe

Das Webinar richtet sich an Geschäftsführende, Unternehmer:innen, Projektleitende und Interessierte aus kleinen und mittleren Unternehmen, die sich für maschinellen Lernens mittels AutoML interessieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Melden Sie sich jetzt für die kostenfreie Teilnahme an!

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Am 01. März 2022 startete das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg mit dem Ziel, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und das Handwerk bei der Digitalisierung zu unterstützen. Das Zentrum wurde im Rahmen des Förderschwerpunktes „Mittelstand-Digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gegründet und wird mit rund 5 Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert.

Dem neuen Zentrum ging das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Augsburg voraus, welches in den letzten fünf Jahren zum etablierten Ansprechpartner für die Digitalisierung im Mittelstand in Bayern geworden ist. Neben dem Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg gehören 27 weitere Zentren zum Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital. Die in diesem Netzwerk vorhandenen Kompetenzen ergänzen sich und stellen ein flächendeckendes Unterstützungsangebot für KMU bereit. Durch die Vernetzung der Zentren bei Mittelstand-Digital bietet jedes Zentrum eine Anlaufstelle für Unternehmen, um sämtliche Fragestellungen der Digitalisierung im Mittelstand qualifiziert beantwortet zu bekommen.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg besitzt insbesondere die Schwerpunkte „Nachhaltigkeit“, „Digitale Strategien“, „Künstliche Intelligenz“, „Arbeit 4.0“, „Finanzen 4.0“ und „Vernetzte Produktion & Logistik“. In zielgruppengerecht aufbereiteten Angeboten wird dieses Wissen gebündelt, aufbereitet und praxisnah vermittelt. Unterschiedliche Transferleistungen bieten Unternehmen bedarfsorientierte, kostenfreie Zugänge und Wege zum „Unternehmen der Zukunft“: Von einer Factory- oder Lab-Tour, bei der Digitalisierungslösungen live erlebt werden können, über eine vertiefende Schulung zur fachlichen Weiterbildung bis hin zur Umsetzung eines langfristigen Projektes gemeinsam mit dem Zentrum.

Die primäre Zielgruppe des Zentrums Augsburg umfasst das produzierende Gewerbe, das Handwerk sowie die produktionsnahe und konsumentenorientierte Dienstleistungswirtschaft. In erster Linie werden KMU angesprochen, die aufgrund einer geringeren Mitarbeiteranzahl stärker auf externe fachliche und personelle Unterstützung angewiesen sein könnten. Ein besonderes Anliegen ist es, auch in entlegenere Regionen in Bayern vorzudringen, um sämtlichen Unternehmen – egal ob in ländlicher Umgebung oder in der Nähe zu den Standorten des Zentrums – ein unterstützender Partner zu sein.

Zur bestmöglichen Unterstützung der KMU arbeitet im Rahmen des Mittelstand-Digital Zentrums Augsburg ein Konsortium unterschiedlicher Vertreter aus Forschung und Transfer zusammen. Als Forschungspartner mit umfassendem Know-how in Bezug auf digitale Strategien und Industrie 4.0 bringt sich die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. mit seinen beiden Instituten, dem Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV und dem Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen IIS in das Projekt ein. Zudem agiert das Forschungs- und Transferinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme (fortiss) als Experte im Bereich von Softwarelösungen und KI, die ibi research an der Universität Regensburg GmbH für den Themenbereich Finanzen 4.0 sowie die Technische Universität München mit dem Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) und dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) für die Bereiche Logistik, Nachhaltigkeit und Arbeit 4.0 in der Produktion. Als Schnittstelle zu den Unternehmen ist der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. mit seiner Geschäftsstelle in München (VDMA Bayern) am Zentrum beteiligt, der zugleich die Leitung des Zentrums innehat.

Die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) sind vielfältig. Wie man Potenziale und ihre Umsetzbarkeit im eigenen Betrieb identifiziert und an welchem Vorgehen man sich bei der Umsetzung von KI-Projekten orientieren kann, stellen wir Ihnen hier vor.

Die vorherigen Beiträge erläuterten die Funktionsweise von KI und stellten Anwendungsmöglichkeiten in Unternehmen vor. Jetzt geht es um den zielgerichteten Einsatz: Zum einen gilt es, Potenziale zu identifizieren und zu bewerten, zum anderen wollen KI-Projekte genau geplant und umgesetzt werden.

Potenziale & Umsetzbarkeit identifizieren

Um geeignete KI-Anwendungsfälle im eigenen Unternehmen bei einem Workshop zu identifizieren, haben sich vier Phasen bewährt: In der 1) Vorbereitung wird geklärt, wer überhaupt dabei ist. Mitglieder der Geschäftsführung und Führungskräfte sind natürlich wichtig. Unverzichtbar sind jedoch auch Mitarbeitende, die spezifische Unternehmensprozesse durch ihre alltägliche Arbeit gut kennen und die späteren Nutzende der KI-Anwendungen – ob im Unternehmen selbst oder bei Lieferanten oder Kunden. In der Vorbereitung muss bei den Beteiligten für ein gemeinsames Grundverständnis von KI gesorgt werden, um Ansätze im eigenen Unternehmen selbst identifizieren zu können.

Für die 2) Ideenfindung und -priorisierung gibt es neben dem Brainstorming viele weitere Methoden, um in der Gruppe zu guten Vorschläge zu kommen und diese zu filtern. Offenheit und Respekt vor dem Wissen und der Erfahrung der anderen Teilnehmenden ist hier elementar.

In der darauffolgenden 3) Ausarbeitung der Use Cases spielen neben quantifizierbarem Nutzen wie reduziertem Maschinenausfall auch weiche Faktoren wie der interne Kompetenzaufbau eine Rolle. Ähnlich zu einem Business Model Canvas zur Bewertung von Geschäftsmodellen kann eine strukturierte Betrachtung einzelner Aspekte wie die Datenverfügbarkeit und möglicher KI-gestützter Aktionen dabei helfen, die Anwendungsfälle konkret auszuarbeiten und übersichtlich darzustellen.

Schließlich steht die 4) Bewertung & Entscheidung der Anwendungsfälle an. Dabei muss neben Know-How zum Einrichten auch die Kompetenz beachtet werden, mit der das KI-System kontinuierlich betrieben und an verändernde Prozesse angepasst werden kann (sogenannte Machine Learning Operations, MLOps). Nach diesen Faktoren kann entweder eine Make-, Buy- oder Wait-Entscheidung (bei Anwendungen mit einer hohen Forschungs- und Entwicklungsdynamik) getroffen werden.

Da alle KI-Systeme auf bestehenden Daten basieren, ist die Datenverfügbarkeit, Datenmenge und Datenqualität zentral für die Abschätzung der Machbarkeit und des Projekterfolgs. Die Repräsentativität der verfügbaren Daten können Domänen-Expert:innen aus dem jeweiligen Unternehmensbereich am besten beurteilen. Auch rechtliche und ethische Grenzen müssen eingehalten werden, etwa bei personenbezogenen Daten und KI-Entscheidungen, die Einfluss auf Mitarbeitende haben können. Dabei hilft die „Assessment List for Trustworthy AI“ der Europäischen Kommission.

 

KI-Projekte erfolgreich planen und umsetzen

Mit einem Anwendungsfall, Projektbudget, Projektteam und der Intrastruktur geht es dann an die Umsetzung. Acht Phasen werden teilweise iterativ durchlaufen:

  1. Gemeinsames Geschäfts- und Projektverständnis: Alle Beteiligten konkretisieren die Anforderungen, Rahmenbedingungen und Erfolgskriterien in einem Projektplan.
  2. Technologie-, Prozess- und Datenverständnis: Insbesondere Technologie-Expert:innen des Unternehmens vermitteln den KI-Expert:innen das notwendige Wissen, um die Daten einzuordnen. Dazu gehören Informationen um die Ursache von Fehlern oder Ausreißern oder die Bedeutung der einzelnen Daten.
  3. Datenvorbereitung: KI-Expert:innen selektieren, bereinigen, filtern und formatieren die Rohdaten, um aussagekräftige Merkmale (Features) für die datenbasierte Modellierung zu identifizieren und konstruieren. Dies kann mitunter die längste Zeit im Projekt einnehmen.
  4. Modellierung: Hier werden geeignete Algorithmen ausgewählt und Modelle erstellt, die aus den verfügbaren Daten die erstrebten Erkenntnisse abzuleiten.
  5. Auswertung: Zur Beurteilung der Wertschöpfung wird geprüft, ob die Erfolgskriterien, Anforderungen und die Geschäftsziele erreicht werden oder ob ein neuer Entwicklungszyklus eingegangen werden muss.
  6. Bereitstellung: Die benutzerfreundliche und einsatzfähige Lösung wird im besten Fall in vorhandene Systeme und Plattformen eingebettet, außerdem müssen Nutzende für die Bedienung und Interventionen geschult werden.
  7. Weiterentwicklung durch fortlaufende Datensammlung: Aus der kontinuierlichen Sammlung von Daten und den daraus identifizierten Parametern und ggf. Datenquellen kann die Genauigkeit des Modells erhöht oder dieses weiterentwickelt werden.
  8. Wartung: Das KI-Modell wird insbesondere durch MLOps-Ingenieur:innen (Machine Learning Operations) fortlaufend überwacht und nachtrainiert.

 

Vorgehensmodell zur Umsetzung des KI-Projekts VDMA Bayern

Zusätzlich ist eine gute Dokumentation der erfolgreichen und nicht erfolgreichen Projekte wertvoll, um das Vorgehen auch noch nach einiger Zeit nachvollziehen zu können und so Erkenntnisse für zukünftige KI-Projekte zu nutzen.

 

Der Leitfaden „Künstliche Intelligenz – Potenziale und Umsetzungen im Mittelstand“ vom VDMA Bayern gibt ausführlichere Beispiele und Beschreibungen.
Einer der Autor*innen ist unser KI-Trainer Marcus Röhler vom Fraunhofer IGCV.

Quelle: Leitfaden Künstliche Intelligenz – Potenziale und Umsetzungen im Mittelstand der Projektpartner VDMA Bayern, Fraunhofer IGCV und Technische Universität München (2020)

Für Künstliche Intelligenz gibt es unzählige Anwendungsmöglichkeiten. Doch was bedeutet das konkret? Wir zeigen Ihnen Beispiele für Einsatzmöglichkeiten in der Industrie für verschiedene Unternehmensbereiche – vom Vertrieb bis zur Qualitätssicherung.

Im vorherigen Beitrag wurde der Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI) erklärt und greifbarer gemacht. Im nächsten Schritt geht es um den konkreten Nutzen von KI für unterschiedliche Bereiche und Anwendungsfälle. Prinzipiell lassen sich die Anwendungsfälle entlang der bereits beschriebenen Funktionen Beurteilen – Schlussfolgern – Reagieren einordnen.

Beim Beurteilen geht es darum, aus Daten den Zustand der Umwelt bzw. des betrachteten Objektes abzuleiten. Wo viele handschriftliche Dokumente in der Auftragsannahme eingehen, kann beispielsweise automatisches Einlesen dem Personal viel Zeit sparen. In der Produktion ist es zudem als Mensch schwierig, aus einer Masse an Echtzeitdaten kritische Entwicklungen von Werten zu erkennen – maschinelle Lernverfahren helfen bei dieser Beurteilung.

KI-Anwendungen mit dem Schwerpunkt Schlussfolgern bieten Mitarbeitenden neue Erkenntnisse und zusätzliche Informationen aus Daten. So können Daten aus der Vergangenheit ausgewertet werden, um Prognosen für zukünftige Wertverläufe zu erstellen oder Lösungsvorschläge zu generieren. Die eigentliche Entscheidung über die entsprechenden Aktionen übernehmen allerdings die Menschen. ­­Predictive Maintenance bezeichnet z. B. Anwendungen, die aus vergangenen Verläufen von Sensorwerten und zusammenhängenden Maschinenausfällen errechnen, wann Ausfälle zu erwarten sind. So können Wartungen optimiert werden. Auch eine Vorhersage von Absatzzahlen kann dabei helfen, die Einkaufszahlen an die zukünftige Nachfrage anzupassen.

Damit KI-Systeme reagieren können, brauchen sie eine direkte Interaktion mit der Umwelt: Beim Reinforcement Learning lernen sie z. B. aus Erfahrungen und dem jeweiligen Erfolg bzw. Einfluss ihrer Aktionen. In anderen Anwendungsfällen werden Funktionen des Beurteilens genutzt, um daraufhin anhand von Algorithmen die jeweiligen Handlungen auszuführen. Fahrerlose Transportsysteme (FTS) transportieren beispielsweise Bauteile zwischen Lager und Produktionshallen, Robotik Process Automation (RPA) analysiert und automatisiert repetitive Computerarbeiten.

Aus den Beispielen wird deutlich: Heutige Künstliche Intelligenz ersetzt keine Menschen, sondern einzelne Fähigkeiten. An Fähigkeiten, die den Menschen eigen sind – wie in komplexen oder seltenen Fällen Handlungen abzuleiten – kommen KI-Systeme nicht heran. Außerdem sind technische Umsetzungsmöglichkeiten nur eine Seite: Die organisatorischen Herausforderungen wie soziale Gewohnheiten, Befürchtungen und Mitgestaltungsansprüche der Mitarbeitenden müssen genauso betrachtet werden. Immer ein guter Tipp: Mitarbeitende früh ins Boot holen!

In dieser Übersicht finden Sie weitere beispielhafte KI-Anwendungen und deren primäre Unternehmensbereiche:

© VDMA Bayern

 

Der Leitfaden „Künstliche Intelligenz – Potenziale und Umsetzungen im Mittelstand“ vom VDMA Bayern gibt ausführlichere Beispiele und Beschreibungen.
Einer der Autor*innen ist unser KI-Trainer Marcus Röhler vom Fraunhofer IGCV.

Quelle: Leitfaden Künstliche Intelligenz – Potenziale und Umsetzungen im Mittelstand der Projektpartner VDMA Bayern, Fraunhofer IGCV und Technische Universität München (2020)

Teil 3 der Artikelreihe: Wie können Potenziale identifiziert werden?