Im Rahmen der Digitalisierung von Geschäftsprozessen ist für kleine und mittlere Unternehmen der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) von zentraler Bedeutung, um in Zukunft weiterhin wettbewerbsfähig agieren zu können.​

Dabei ist nicht nur die Auswahl „der richtigen KI“ von Bedeutung, sondern auch, wie sie eingeführt, gestaltet und nutzbar gemacht wird. Nur dann ist sichergestellt, dass eine KI-Anwendung akzeptiert und tatsächlich verwendet wird.​

Vor diesem Hintergrund erhalten Sie in diesem Webinar einen Überblick darüber, warum Usability, also die Benutzerfreundlichkeit, bei KI-Anwendungen von Bedeutung ist und welchen Einfluss sie auf Akzeptanz und Nutzung haben kann.

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Werfen Sie gerne einen Blick auf weitere Webinare aus unserem Schwerpunkt „KI-Anwendungsfeld: Finanzen“:

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Die Wirtschaftsförderung Bad Wurzach, neuland+ digital und Werwolf Media laden Sie recht herzlich zu dieser Veranstaltung ein.

Im Mittelpunkt der interaktiven Veranstaltung stehen zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Fachkräftesicherung, Energie & Nachhaltigkeit sowie Innovationsfähigkeit. Die WirtschaftsWerkstatt Bad Wurzach versteht sich als Plattform für den lokalen Austausch zu genau diesen Transformationsthemen – mit dem Ziel, einen offenen Dialograum zu schaffen, in dem kleine und mittlere Unternehmen (KMU), kommunale Verwaltungen und weitere regionale Akteure gemeinsam Herausforderungen und Lösungsansätze entwickeln. Grundlage für das Veranstaltungsformat sind die Ergebnisse einer Unternehmensumfrage, die im Mai durchgeführt wurde.

Auch wir vom Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg sind mit folgenden Demonstratoren vertreten:

Wir haben eine begrenzte Anzahl von Freikarten für diese Veranstaltung. Bitte nutzen Sie die Anmeldung unten, um Ihre Freikarte zu erhalten. 

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Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ist im Rahmen der Digitalisierung von Geschäftsprozessen für kleine und mittlere Unternehmen von zentraler Bedeutung, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig agieren zu können.​

Dabei ist sowohl die Auswahl „der richtigen KI“ von Bedeutung als auch, wie diese eingeführt, gestaltet und nutzbar gemacht wird. Die Akzeptanz und tatsächliche Nutzung von KI-Anwendungen kann maßgeblich dadurch unterstützt werden, dass zielgruppenspezifische Lerninhalte und Hilfestellungen angeboten werden.​

Vor diesem Hintergrund erhalten Sie in diesem Webinar von Dr. Anja Peters von ibi research einen Überblick über die Aspekte, die im Rahmen der Usability von KI-Anwendungen dem Nutzenden helfend zur Seite gestellt werden können.​

Inhalte​ des Webinars

  • Verstehen der unterschiedlichen Zielgruppen​
  • Entwicklung zielgerichteter Lerninhalte​
  • Hilfestellungen und Support-Tools​
  • Usability der Lerninhalte​
  • Motivation zur Nutzung​
  • Stetige Verbesserung der Inhalte​

Zielgruppe des Webinars

Das Webinar richtet sich an Unternehmer:innen, Geschäftsführende, Projektleitende sowie Interessierte aus KMU​. Vorkenntnisse werden hierbei nicht benötigt.

Melden Sie sich jetzt kostenfrei an!​ Die Zugangsdaten senden wir Ihnen vorher rechtzeitig per E-Mail zu.

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Automatisiertes Maschinelles Lernen (AutoML) beschreibt den Prozess der Automatisierung von zeitaufwändigen, iterativen Aufgaben bei der Entwicklung einer Machine Learning Pipeline. AutoML beschleunigt und vereinfacht nicht nur den Machine Learning Workflow, sondern ermöglicht auch Nutzer:innen ohne spezifische ML-Kenntnisse einen Zugang zum Maschinellen Lernen.

In diesem Webinar zeigt Ihnen Christopher Sobel vom Fraunhofer IIS anhand konkreter Beispiele wie auch Sie mithilfe von AutoML Proofs of Concept schnell und ohne explizites Expertenwissen durchführen können.​ Außerdem werfen Sie gemeinsam einen Blick auf sein selbst entwickeltes KI-Tutorial zum Thema AutoML.

Inhalte des Webinars​

  • Aufbau einer Machine Learning Pipeline​
  • AutoML Frameworks und ihre Funktionsweise​
  • Praxisbeispiele und Anwendungsszenarien​

Zielgruppe​

Das Webinar richtet sich an Geschäftsführende, Unternehmer:innen, Projektleitende und Interessierte aus kleinen und mittleren Unternehmen, die sich für Maschinellen Lernens mittels AutoML interessieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Zugangsdaten werden Ihnen rechtzeitig von uns per E-Mail zugesendet. Melden Sie sich jetzt kostenfrei an!​

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Im Webinar erhalten die Teilnehmer:innen einen Überblick über verschiedene Bezahlverfahren sowohl im stationären Handel als auch im E-Commerce. Dabei werden neben Vor- und Nachteilen auch Besonderheiten der jeweiligen Verfahren thematisiert. Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz, Entwicklungsverläufe, Trends und ein kurzer Ausblick auf zukünftige Entwicklungen wie den digitalen Euro runden die Veranstaltung ab.​

Dabei wird Ihnen unser Experte Dr. Stephan Weber von ibi research Hinweise und Tipps geben, was Sie bei der Auswahl beachten sollten. Das Webinar findet im Rahmen der Seminarreihe „#HIER – HWK und IHK Erfolgreich Regional“ in Kooperation mit der IHK Region Stuttgart statt.

Inhalte des Webinars

  • Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten im Zahlungsverkehr
  • Ausgewählte Bezahlverfahren im stationären Handel: bargeldlos und bargeldbehaftet
  • Ausgewählte Bezahlverfahren im E-Commerce
  • Ausblick und Trends (u. a. digitaler Euro)

Zielgruppe​

Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte aus kleinen und mittleren Unternehmen, die sich informieren möchten über verschiedene Bezahlverfahren sowohl im stationären Handel als auch im E-Commerce und was dabei zu beachten ist sowie zudem abschätzen wollen, ob der Einsatz bzw. die Akzeptanz für das eigene Unternehmen sinnvoll ist.

​Melden Sie sich hier kostenfrei an!

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Entdecken Sie in unserer Schulung, wie digitale und nachhaltige Transformationen Hand in Hand gehen. Unsere Expertinnen Lara Schmidt und Hannah Wangemann vom Fraunhofer IIS zeigen Ihnen, wie Sie ein zukunftsorientiertes Geschäftsmodell entwickeln, das beide Megatrends integriert und welche Synergien sich daraus ergeben. ​

Wir bieten einen Überblick über den Aufbau eines Geschäftsmodells und dessen Transformationsmöglichkeiten und führen Sie in Strategien zur Umsetzung einer zirkulären Wirtschaft ein. ​

Nutzen Sie diese Gelegenheit für neue Eindrücke, Inspiration und praxisorientierte Ansätze, um Ihr Unternehmen auf den Weg in eine digitale und nachhaltige Zukunft zu führen.

Die Schulung findet in Kooperation mit der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO) im Rahmen des EU-Projekts Digital Innovation Ostbayern (DInO) statt.​ Zur Anmeldung

Inhalte​

  • Grundlage: Was ist ein Geschäftsmodell? ​
  • Einfluss von Digitalisierung auf mein Geschäftsmodell und den Zusammenhang zur zirkulären Wirtschaft verstehen​
  • Einführung in anwendungsbezogene zirkuläre Strategien​
  • Praxisbeispiele anhand echter Unternehmensgeschichten ​

Vorteile für die Teilnehmenden​

  • Sie erhalten ein konkretes Verständnis von Geschäftsmodellen in der digitalen Welt und deren zirkulärer Potenziale​
  • Sie erlernen Werkzeuge zur Beschreibung Ihres aktuellen sowie zur Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells ​

Zielgruppe​

Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführende oder Mitarbeitende produzierender Unternehmen aus den Bereichen Strategie, Business Development und Innovationsmanagement, die Interesse an Digitalisierung haben und einen Fokus auf nachhaltiges Wirtschaften setzen.

In Kooperation mit:

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Eine Dreherei mit fünf Mitarbeitenden hat ihren Produktionsprozess nahezu vollständig digitalisiert, aber Geschäftsführer Michael Brunner möchte, dass die Reise weitergeht. In einer Potenzialanalyse mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg hat er seinen Reifegrad analysieren lassen. Im Interview gemeinsam mit Zentrumsexpertin Hannah Wangemann verrät er, was ihn motiviert, welche Herausforderungen ihm begegnen und wie Mitarbeitendensuche in der heutigen Zeit funktioniert.

Die BRUNNER Drehtechnik GmbH aus Röthenbach an der Pegnitz produziert mit fünf Mitarbeitenden Automatendrehteile in Stückzahlen von 500 bis zu mehreren Millionen für verschiedene Branchen. Ein eigenes Produkt wird nicht hergestellt, sondern nach Kundenzeichnung gefertigt. Michael Brunner, der das Unternehmen in dritter Generation führt, hat schon früh mit der Digitalisierung begonnen und durch einen Neubau im Jahr 2019 konnten die Geschäftsprozesse weiter angepasst werden.

Doch für Herrn Brunner geht noch mehr, deshalb hat er sich an das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg gewandt, um den aktuellen Reifegrad messen zu lassen und zu erfahren, welche weiteren Potenziale in Sachen Digitalisierung vorhanden sind. Für die Potenzialanalyse war Mittelstand-Digital Expertin Hannah Wangemann vom Fraunhofer IIS mit zwei weiteren Kolleginnen vor Ort.

Firmengebäude der BRUNNER Drehtechnik GmbH in Röthenbach an der Pegnitz

Wie würden Sie den Stand der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen beschreiben?

Michael Brunner: Vom Grundsatz her sind wir ein ganz modern aufgestelltes Unternehmen. Mit diesem klassischen Beruf vom Zerspanungsmechaniker, der an der Drehbank steht, an der Kurbel dreht und ein Teil herstellt, hat es eigentlich bei uns nicht mehr viel zu tun. Wir bekommen unsere Bestellungen und Zeichnungen, zwar noch nicht voll digitalisiert, aber per E-Mail als PDF. Die pflegen wir in unsere Software ein. Diese Software überspannt mit verschiedenen Modulen unseren kompletten Betrieb. Wir legen den Auftrag an und er kann digital über Tablets in der Fertigung eingesehen werden. Parallel ist das das Einzige, was noch mit Papier passiert, da der Mitarbeitende einen Papierfertigungsauftrag und die Zeichnung zur Sicherheit auch an die Maschine gelegt bekommt.

Aber ansonsten ist alles ziemlich durchdigitalisiert. Die Auftragsbestätigungen, die Produktion selbst, da wird ein Auftrag digital an- und abgestempelt und Material digital gebucht. Die Messwerte, die die Qualitätssicherung prüft, werden digital dokumentiert. Am Schluss kriegt der Kunde eine digitale Rechnung, nur noch der Lieferschein ist in Papierform.

Wieso sind Sie dann auf das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg zugekommen?

Brunner: Grundsätzlich bin ich solchen Sachen gegenüber offen, weil man immer irgendetwas mitnimmt. Das ist mir schon immer ein Anliegen gewesen und ich halte meine Augen und Ohren offen, was man bei uns umsetzen kann.

Was war der Fokus der Potenzialanalyse von Brunner Drehtechnik und dem Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg?

Hannah Wangemann: Wir haben eine digitale Reifegradmessung durchgeführt. Das ist wie ein Rundum-Check und hat für Unternehmen den Vorteil, auch mal eine externe Perspektive zu haben, die das eigene Unternehmen mit dem Hintergrundwissen, wie der Stand bei anderen KMU ist, vergleichen und bewerten kann. Nach einer ersten virtuellen Absprache waren wir einen halben Tag vor Ort und haben eine Produktions- und Unternehmensführung gemacht. Im Nachgang haben wir uns mit Herrn Brunner über verschiedene Teilbereiche seines Unternehmens unterhalten und nach Herausforderungen, die er auch noch sieht, gefragt.

Wir haben schnell festgestellt, dass Herr Brunner sehr offen ist. Dadurch konnten wir unsere Handlungsempfehlungen weiter fassen, d. h. mit starker Zukunftsperspektive. Denn Digitalisierung ist nur bis zu einem gewissen Grad intern und auf die eigenen Prozesse bezogen. An irgendeinem Punkt geht man darüber hinaus und betrachtet übergreifende Strukturen, auch unabhängig von der Unternehmensgröße. Und das konnten wir hier tun. Wir haben beispielsweise Szenarien besprochen, wie man mit Kunden kollaborativ Bauteile designen oder mit welchen Plattformlösungen man die Produktdaten und Lieferscheine proaktiv digital bereitstellen könnte.

Aber wir waren überrascht von dem Fortschritt, den wir bei einem Unternehmen von dieser Größe so bisher nicht gesehen haben. Den digitalen Leitstand und die Tablets in der Produktion und auch die Qualitätsmanagement-Software, die direkt mit dem ERP-System verbunden ist. Auch das Thema Nachhaltigkeit kam zur Sprache, hier hat Herr Brunner schon erste Projekte bei sich umgesetzt und will das auch weiter vorantreiben. Also so ein Rundumpaket. Das war für uns als Zentrum der Beweis, dass Digitalisierung auch Kleinstunternehmen und nicht nur Konzerne können, solange man das richtige Mindset hat und offen und neugierig ist.

Brunner: Das Hauptproblem, auf das ich stoße, ist, dass die Welt nach meinem Gefühl noch nicht so weit ist. Auf der einen Seite haben wir das Thema Maschinen, da hätten wir gerne mehr Daten, deshalb haben wir unsere Maschinen nachgerüstet. Aber Daten im wirklichen Sinne bekommen wir nicht. Wir kriegen, ich nenne das mal Impulse, ob die Maschine läuft oder nicht und einen Takt, in dem die Teile fertig gestellt werden. Natürlich bieten moderne Maschinen zwischenzeitlich Schnittstellen, die aber nicht herstellerübergreifend sind und wenn große Konzerne in ihren Pflichten- und Lastenheften dies fordern, wird einiges realisiert. Um dies für uns zu fordern, sind wir aber leider zu klein. Genauso ist es bei den Lieferanten. Wenn ich sagen würde, wir binden uns softwaretechnisch zusammen, wird nur der Kopf geschüttelt.

Intern kann man viel machen, wenn man selbst eine gewisse Einstellung hat. Aber dann bremst einen die Realität aus. Man muss alle in einen Topf bekommen, sonst haben wir keinen digitalen Durchsatz. Ob sich das in den nächsten Jahren ändert, weiß ich nicht. Vielleicht ist die Thematik KI auch ein treibender Motor, sodass die Unternehmen merken, sie können nicht mehr anders. Aber es bräuchte mehr bzw. es muss eigentlich in der Gesellschaft und in den Firmenkulturen Durchdringung geben und die fehlt mir momentan noch ein wenig.

Halle bei der BRUNNER Drehtechnik GmbH

Was kam sonst noch bei der Potenzialanalyse heraus?

Wangemann: Ein Thema, das sehr anwendungsnah ist, war die Empfehlung einer Wissensdatenbank für die Mitarbeitenden, in der die Werkzeugnutzung festgehalten wird, also welche Werkzeuge für was verwendet werden. Die Perspektive lag hier auf dem Anlernen und autonomen Arbeiten. Und das sollte mit dem Dokumentenmanagement-System verknüpft werden, um auch auf die Zeichnungen zugreifen zu können. Eine andere Sache waren die Tablets. Die könnten eigentlich schon die Leistung erbringen wie gerade noch das Papier an den Maschinen. Theoretisch notwendig wäre das Papier nicht mehr.

Brunner: Genau ja, aber das ist das Grundsätzliche bei der Digitalisierung. Man muss die Leute mitnehmen, sonst verliert man die Akzeptanz. Der Mitarbeitende darf nicht das Gefühl bekommen, jetzt bin ich mit mehr Bürokratie beschäftigt, als mir das Ding nutzt. Deswegen liegt der Hauptfokus darauf, Digitalisierung da einzuführen, wo der Mitarbeitende am Schluss des Tages merkt, es nimmt mir nicht meine Arbeit weg, sondern es nimmt mir Arbeit ab. Zum Beispiel wird in diesem Dokumentenmanagement der Rechnungseingang bald ein großes Thema sein. Eingangsrechnungen kommen, werden geprüft, gehen im Workflow weiter, werden automatisch ausgelesen und es erfolgt ein Zahlungsfluss oder Zahlungsauftrag, ohne dass die Rechnung fünfmal geprüft werden muss. So wird an diesem Punkt eine Erleichterung geschaffen.

Wie reagieren Ihre Mitarbeitenden, wenn es wieder etwas Neues gibt?

Brunner: Bei Neuerungen muss ich schon überzeugen, aber ich führe es nur so ein, dass der Aufwand nicht so groß ist, dann wird es auch akzeptiert und sie merken, dass es ihnen etwas bringt. Beispielsweise beim automatisierten Wareneingang haben sie durch das Einscannen der Lieferzettel eine Zeitersparnis, das ist etwas, was sie direkt tangiert.

Bei vielen anderen Sachen bin meistens ich der Nutznießer, weil ich auf irgendwelche Daten zugreife, die mir zur Verfügung gestellt werden. Aber solange man es niederschwellig hält, funktioniert es auch. Und wenn sie etwas nicht gut finden, merke ich das an der Laune. Das ist der Vorteil bei einem kleinen Betrieb, dass ich nah an der Basis bin.

Woher kommt Ihre Motivation?

Brunner: Der Hauptgrund ist, dass ich ein Anhänger davon bin, das Unternehmen zu digitalisieren und modern zu halten, um mit dem Wettbewerb mithalten zu können. Allgemein, um Abläufe zu optimieren, um kostengünstiger produzieren zu können bzw. effizientere Wertschöpfung zu haben. Um somit für die Zukunft gerüstet zu sein und als Arbeitgeber attraktiv und modern auf Kandidaten zu wirken. Also natürlich spielt auch das Thema Fachkräftemangel eine Rolle. Es ist eine Mischung aus verschiedenen Punkten.

Sie bilden auch aus. War es schwierig einen Auszubildenden zu finden und generell neue Mitarbeitende zu finden?

Brunner: Ja auf jeden Fall, deshalb haben wir diesen Prozess auch digitalisiert und Instagram- und Facebook-Kampagnen mit Videos gestartet. Seit wir es nutzen haben wir viel mehr Bewerbungen, was wir so in der Menge noch nie gehabt haben. Jetzt muss man zwar abziehen, dass ca. 90 Prozent die Anforderungen überhaupt nicht erfüllen. Aber man merkt, jetzt kommen ein paar Personen, die wirklich Industriemechaniker und Zerspaner sind.

Wie wichtig ist Außendarstellung auch für ein kleines Unternehmen?

Brunner: Sehr wichtig. Das Hauptproblem, jemanden zu finden, lag daran, dass wir einfach nicht präsent waren. Mit den Videos sehen die Leute, wie wir sind und können sich etwas darunter vorstellen. Vorher war es dieser altbackene, nicht mehr hippe Beruf des Zerspanungsmechanikers und jetzt merken die Leute selbst, dass wir digitalisiert sind und hier etwas vorwärts geht.

Einen Personaldienstleister kann ich mir eigentlich nicht leisten, deshalb habe ich diesen direkten Weg gewählt. Ich habe für die Videos zwar auch jemanden engagiert, aber der Vorteil von der Geschichte ist, ich nutze es nicht nur als Stellenanzeige, sondern präsentiere die Firma und mache sie dadurch bekannt. Und wenn wir sagen, wir haben genug Mitarbeitende, kann man das Ganze umswitchen und die Suche nach neuen Kunden zum Hauptziel machen und Werbebudget in diese Richtung streuen. So sind wir flexibler. Das sind die Medien der Gegenwart und der Zukunft. Auf TikTok sind wir noch nicht, aber das wird wahrscheinlich irgendwann kommen.

Gab es irgendwelche Hürden, die Ihnen seit Beginn Ihres Digitalisierungsvorhabens begegnet sind?

Brunner: Eigentlich nicht. Es waren immer kleine Schritte, aber der absolute Push kam durch die Förderung von „Digital Jetzt“*, weil wir dann ins Volle gehen konnten. Das Finanzielle ist natürlich immer ein Unsicherheitsfaktor.

Auch wenn ich mich zum Beispiel vor 14 Jahren für eine andere Warenwirtschafts-Software entschieden hätte, wäre jetzt vielleicht alles ganz anders. Wir haben damals unsere Messmaschine gekauft und wollten die Messwerte von der Maschine digitalisieren und wir wollten auch eine Warenwirtschafts-Software. Es gab den einen Hersteller, der konnte beide Module bieten mit der Schnittstelle für diese Messmaschine. Wir haben also nicht nach der besten Software gesucht, sondern es quasi von hinten aufgezäumt. Und es war die richtige Entscheidung. Andernfalls hätten wir vielleicht noch mehr Software von anderen Herstellern gebraucht und wahrscheinlich gesagt, den Aufwand machen wir uns nicht und lassen das mit der Digitalisierung.

Wangemann: So eine modulare Software bringt gewisse Vorteile mit sich, vor allem für kleinere Unternehmen, damit man sich je nach Entwicklung des Unternehmens und finanzieller Lage und auch der Digitalisierungsstrategie, einfach Dinge dazu buchen kann, ohne das ganze System wieder umwerfen zu müssen.

*Anmerkung: Investitionsförderprogramm des BMWK, das bis 31.12.2023 lief

Als Abschluss noch die Frage, was bedeutet Digitalisierung für Sie?

Brunner: Für mich ist Digitalisierung nicht das Ziel, sondern eigentlich der Weg und bedeutet immer Veränderung. Es ist ein täglicher Begleiter und auch wenn man ein kleiner Betrieb ist, kommt man um das Thema nicht herum und kann seine Vorteile daraus ziehen. Von daher dürfen sich die Kleinen nicht so verstecken.

In diesem Webinar erhalten Sie Einblicke in die Digitalisierung im Finanzbereich von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Dabei werden grundlegende Finanzprozesse, automatisierte Buchhaltung und Rechnungsstellung, digitale Zahlungsmethoden, Finanzplanungstools sowie Tipps zur Softwareauswahl behandelt. Best-Practice-Beispiele und die dabei angegangenen Herausforderungen runden das Webinar ab.​

Sie erhalten von Elisabeth Rung von der ibi research an der Universität Regensburg GmbH Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche konkreten Vorteile bietet die Digitalisierung von Buchhaltung, Rechnungsstellung und Zahlungsverkehr?
  • Welche Finanzplanungstools stehen zur Verfügung und wie können sie für Budgetierung und Analyse eingesetzt werden?​

Das Webinar findet in Kooperation mit der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO) im Rahmen des EU-Projekts Digital Innovation Ostbayern (DInO) statt.

Inhalte​

  • Anforderungen an digitale Finanzprozesse​
  • Angebote in den Bereichen der digitalen Finanzdienstleistungen​
  • Best Practices und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen​

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte aus kleinen und mittleren Unternehmen, die Finanzprozesse digitalisieren bzw. neugestalten möchten.

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Ein Barcamp ist eine innovative Form der Konferenz, bei der die Teilnehmenden selbst zu Sprecher:innen werden können. Die Agenda gibt lediglich den Zeitrahmen vor, inhaltlich werden die Sessions und Diskussionen von den Teilnehmenden selbst vor Ort gestaltet. Jeder ist eingeladen, ein Thema vorzuschlagen, über das er oder sie sprechen möchte. Das kann eine Projektvorstellung sein, ein Angebot, ein Erfahrungsbericht oder eine Fragestellung, die mit den anderen Teilnehmenden diskutiert wird. Aus den 45-minütigen, parallel stattfindenden Sessions kann sich jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer seine ganz persönliche Agenda zusammenstellen und seinen ganz persönlichen Mehrwert generieren.

Mit Digitalisierung zur Klimaneutralität

In der zweiten Auflage des Klima.Neutral.Digital Barcamps (veranstaltet vom Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital) dreht sich wieder alles rund um die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Das Spektrum des letzten Barcamps reichte von der Open IOT Initiative über stromsparende Websites und klimagerechtes Bauen bis hin zur Mitarbeitermotivation für die nachhaltige Transformation. Bringen Sie Ihr Projekt, Ihr Anliegen oder Ihre Idee mit. Vernetzen Sie sich mit Gleichgesinnten. Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind Neuland für Sie? Profitieren Sie von den Erfahrungen und Angeboten der anderen Teilnehmenden und sammeln Sie Inspiration für Ihre ersten Schritte.

Vorläufiges Programm

09:30 – 10:00: Check in

10:00 – 10:45: Begrüßung und Keynote Christoph Soukup

10:45 – 11:30: Barcamp-Einführung und Vorstellungsrunden

11:30 – 12:00: Sessionplanung

12:00 – 12:45: Session #1

12:45 -13:30: Mittagspause

13:30 – 14:15: Session #2

14:15 – 14:30: Pause

14:30 – 15:15: Session #3

15:15 – 15:45: Kaffeepause

15:45 – 16:30: Session #4

16:30 – 17:00: Abschlussrunde

17:00 – 18:00: Abendausklang auf der Dachterasse / Netzwerken

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