Die Universität Bayreuth bietet kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, ihre Digitalisierungskompetenzen zu verbessern. Die in sechs Module aufgeteilte, kostenfreie Schulung zeigt erstmals digitale Methoden, die speziell zur Ressourcenschonung konzipiert wurden. Der Kurs wird sowohl online als auch vor Ort angeboten und mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Die derzeitige angespannte Energiesituation in Deutschland ist insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen herausfordernd. Der internationale Wettbewerb wird durch die gestiegenen Produktionskosten verschärft. Die Campus-Akademie für Weiterbildung der Universität Bayreuth bietet deshalb, zusammen mit dem Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik, ab Januar 2023 einen neu konzipierten, kostenlosen Kurs mit innovativen Ansätzen zur Ressourcenschonung mittels Data Science und Digitalisierung an. Dieser wird aufgrund der Förderung durch den Europäischen Sozialfonds für die teilnehmenden Unternehmen kostenfrei angeboten.

Details zum Zertifikatskurs

Der berufsbegleitende Zertifikatskurs mit dem Titel “Ressourcenschonung durch Data Science und Digitalisierung für KMU” findet ab Januar 2023 an der Universität Bayreuth statt, und wird im Laufe des Jahres 2023 mehrmals angeboten. Um den Teilnehmenden ein hohes Maß an Flexibilität zu bieten, kann die Schulung auch online besucht werden. Die Teilnehmenden erhalten die Unterlagen sowohl in gedruckter Form als auch digital. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse im Bereich Data Science notwendig. Weiterhin wird kein Abitur oder Hochschulabschluss vorausgesetzt. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitarbeitenden kleiner und mittlerer Unternehmen in Bayern mit Produktions- und Fertigungsstätten. Inhaltlich ist der Kurs in sechs aufeinander aufbauende Module gegliedert

Modulplan

Modul 1: Datenerfassung – Schwingungsdatenmessung
Die Datenerfassung wird zunächst am Beispiel der Schwingungsmessung dargestellt. Schwingungen verringern die Effizienz von Werkzeugmaschinen und sollten vermieden werden. Betrachtet werden physikalische Grundlagen, effektive Messprinzipien und Praxisbeispiele mit innovativen messtechnischen Lösungen.

Modul 2: Datenerfassung – Kraft- und Energiemessung
Daten zur Ressourceneffizienz von Produktionsanlagen können mit Kraft- und Energiemessungen erfasst werden. In diesem Modul werden physikalische Grundlagen, Messprinzipien sowie Praxisbeispiele mit Dehnungsmessstreifen, Strommesszangen und Rogowski-Spulen vermittelt.

Modul 3: Qualitätsbewertung
In diesem Modul werden Grundlagen des betrieblichen Qualitätsmanagements und Praxisbeispiele zur Erfassung von Oberflächengeometrien vermittelt.

Modul 4: Datenaufbereitung und -auswertung
Im Rahmen dieses Moduls wird die Weiterverarbeitung (Feature Engineering, trainieren von KI-Anwendungen) der in den Modulen 1-3 aufgenommenen Daten mit Python dargestellt.

Modul 5: Datenverwertung
Aufbauend auf den vorherigen Modulen steht hier Vermittlung von Wissen zur Datenverwertung mittels Dashboards und Machine Learning im Vordergrund.

Modul 6: Transferworkshop
Zuletzt haben die Teilnehmenden die Chance, ihre eigenen Anwendungsfälle einzubringen. Mit den Expert:innen vom Lehrstuhl für umweltgerechte Produktionstechnik werden anwendungsbezogene, praktikable Lösungsansätze erarbeitet.

Modulplan der Schulung

Mehrwert für die Teilnehmenden

Die Teilnehmenden erhalten Kompetenzen, die ihnen ermöglichen die aktuelle herausfordernde Zeit der Energiekrise gemeinsam mit ihren Unternehmen zu meistern. Die Schulung ist so konzipiert, dass darauf aufbauend auf Anwender- und Führungsebene praktikable Lösungen erarbeitet werden können. Um den Einstieg in die Datenanalyse so einfach wie möglich zu gestalten, werden die erforderlichen Codes und Programme den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Der Kurs wird mit dem Erhalt eines Teilnahme-Zertifikates abgeschlossen.

Mehr Infos und Anmeldung

Das Institut für Digitale Transformation der Hochschule Neu-Ulm bietet mittelständischen Unternehmen mit einem kostenfreien Qualifizierungsprogramm die Chance, ihre Fähigkeiten zur Digitalen Transformation weiterzuentwickeln. Der modular aufgebaute Onlinekurs ist zeitlich flexibel bearbeitbar und wird mit einer Teilnahmebescheinigung abgeschlossen. Eine Anmeldung ist jederzeit möglich.

Die Digitale Transformation gilt als strategisch wichtiges Thema für kleine und mittlere Unternehmen. Oftmals fehlt es jedoch an Fach- und Methodenwissen sowie konkreter praktischer Erfahrung, um die Digitalisierung erfolgreich zu meistern. Das Angebot des Instituts für Digitale Transformation bietet eine niederschwellige Möglichkeit, diese Wissens- und Erfahrungslücke zu schließen.

Details zum Kompaktkurs

Der Kompaktkurs mit dem Titel „Digitalkompetenzen@Bayerisch-Schwaben“ findet online statt und kann zeit- sowie ortsunabhängig bearbeitet werden. Die Inhalte sind in fünf frei wähl- und kombinierbare Module gegliedert. Somit können Unternehmen selbst entscheiden, welche Themen strategisch wertvoll und zielführend sind. Den Teilnehmenden wird zudem eine größtmögliche Flexibilität in der Bearbeitung des digital zur Verfügung gestellten Lernmaterials ermöglicht. Zielgruppen des Angebots sind Fach- und Führungskräfte, Projektleitende, Digitalisierungsbeauftragte und Auszubildende.

Folgende Module werden angeboten:

Modul 1: Digitale Transformation im Unternehmen ganzheitlich umsetzen
Dieses Modul vermittelt Methoden und Werkzeuge zur Analyse des digitalen Reifegrads, zur Entwicklung einer Digitalstrategie sowie zur digitalen Implementierung.
[Das Modul ist bereits verfügbar, Umfang: 10 Stunden]

Modul 2: Future of New Work – Neue Arbeitsstrukturen implementieren
Dieses Modul vermittelt Fachwissen zu neuen Arbeitsstrukturen, zu Digital Leadership, zu agilen Methoden sowie zur Förderung kreativer Denkweisen.
[Das Modul ist bereits verfügbar, Umfang: 6 Stunden]

Modul 3: Digitale Geschäftsmodelle – Neue Erlöspotentiale erschließen
Dieses Modul vermittelt Inhalte zur Geschäftsmodellinnovation sowie Methoden, um neue digitale Geschäftsmodelle zu identifizieren und umzusetzen.
[Das Modul ist ab dem 04.10.2022 verfügbar, Umfang: 8 Stunden]

Modul 4: Disruptive Technologien – Potentiale erkennen und umsetzen
Dieses Modul vermittelt Grundlagenwissen sowie Best Practices zu disruptiven Technologien wie z. B. Künstliche Intelligenz, Mixed Reality und Smart Data.
[Das Modul ist ab dem 29.11.2022 verfügbar, Umfang: 8 Stunden]

Modul 5: Sustainability – Energieeffizienz und Elektromobilität vorantreiben
Dieses Modul vermittelt Grundlagenwissen sowie Best Practices zur Mobilitätswende, zu Smart Grid und zu Ladeeinheiten sowie weiteren Themen der Elektromobilität.
[Das Modul ist ab dem 07.02.2023 verfügbar, Umfang: 8 Stunden]

Nutzen für teilnehmende Unternehmen

Mit Hilfe der vermittelten Lerninhalte werden die Teilnehmenden nach erfolgreichem Abschluss des Kurses neues Wissen zu aktuell relevanten Themen über digitale Technologien und Transformationsmethoden in ihre Unternehmen tragen. Dadurch können neue und innovative, digitale Initiativen innerhalb ihrer Firmen angestoßen sowie umgesetzt werden.

Somit bietet der Online-Kompaktkurs Mitarbeitenden die Möglichkeit, Fähigkeiten zur Digitalen Transformation weiterzuentwickeln, digitale Geschäftsmodelle zu konzipieren, die Potenziale disruptiver Technologien zu identifizieren und eine offene Innovationskultur zu entwickeln.

Hintergrundinformationen zum Kompaktkurs

Das Institut für Digitale Transformation übernimmt die inhaltliche Produktion und Betreuung des Kurses. Die Forschungseinheit der Hochschule Neu-Ulm beschäftigt sich seit seiner Gründung im Jahr 2016 mit der digitalen Transformation von mittelständischen Unternehmen.

Eine kostenfreie Teilnahme wird durch die REACT-EU-Förderaktion: „Berufliche Qualifizierung – Wissenstransfer aus den Hochschulen in die Unternehmen“ des europäischen Sozialfonds ermöglicht. Weitere Informationen zur Expertise des Instituts finden Sie unter: www.hnu.de/idt

Interessierte können sich unter folgendem Link zum Onlinekurs anmelden: www.hnu.de/dk-anmeldung

„Ist Digitalisierung etwas Wertvolles? Ja, wenn man es richtig macht“, stellte Keynote Speaker Professor Johannes Fottner der Technischen Universität München am 07. Juli 2022 beim Kick-off des Mittelstand-Digital Zentrums Augsburg klar. Wie das Zentrum Unternehmen auf dem für sie richtigen Weg der Digitalisierung unterstützt, konnten die Teilnehmenden beim Event in Erfahrung bringen.

Unter den Gästen befanden sich nicht nur interessierte Vertreter:innen kleiner und mittlerer Unternehmen verschiedener Branchen, sondern auch von Verbänden und weiteren Institutionen. Sie wurden von den Zentrumsmitarbeiter:innen in der Versuchshalle des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der Technischen Universität München (TUM) in Garching empfangen, um an einem kurzweiligen Nachmittag die Angebote des Mittelstand-Digital Zentrums Augsburg kennenzulernen. Dabei stand das Programm der Veranstaltung unter dem Motto „Digitalisierung als Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit“.

Mit Nachhaltigkeit in eine digitale Zukunft

In seiner Keynote „Nachhaltigkeit und Effizienz durch Information und Digitalisierung“ betonte Professor Johannes Fottner des Lehrstuhls fml, dass Nachhaltigkeit sowohl ökologisches als auch ökonomisches Ziel sein muss, nur so könne es funktionieren. Außerdem ging er auf die Wichtigkeit der Kreislaufwirtschaft für eine nachhaltige Zukunft ein. Er ist davon überzeugt, dass dies nur gemeinsam gelingt: „Viele Stellhebel in diesem Weg zur Circular Economy können nur durch ganzheitliches Denken und gemeinsames Handeln – übergreifend, interdisziplinär, multidisziplinär – erreicht werden.“ Die Digitalisierung spiele dabei eine wichtige Rolle, allerdings habe „Digitalisierung um des Digitalisierens Willen relativ wenig Werthaltigkeit.“ Dass sich die Kreislaufwirtschaft für Unternehmen aber wirtschaftlich durchaus lohnt, bekräftigte Professor Fottner anschließend im kurzen Austausch mit dem Publikum.

Wie die Umsetzung eines gemeinsamen Projekts eines Unternehmens mit dem Augsburger Zentrum aussehen könnte, präsentierte Senior Researcher am Fraunhofer IIS und Zentrumsmitarbeiter Dr. Tassilo Schuster am Beispiel von GP JOULE. Das Unternehmen bietet Lösungen für regenerative Energien an. Im Rahmen einer Potenzialanalyse wurde die digitale Wertschöpfung in der Wasserstoffwirtschaft untersucht. Daraus ergaben sich für GP JOULE nicht nur verschiedene zukunftsweisende Lösungsansätze, sondern auch Aspekte für ein mögliches Folgeprojekt.

Praxisnahe Einblicke durch spannende Führungen

Einen Einblick in die aktuelle Forschung erhielten die Besucher:innen bei Führungen durch die Versuchshallen des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) sowie des Lehrstuhls fml der TUM. Weitere Beispiele gab es im Mittelstand-Digital Mobil des Zentrums Augsburg, einem einzigartigen Showroom-Lkw, zu bestaunen. Hier konnten die Teilnehmenden die Anwendungen selbst testen, zum Beispiel eine Augmented-Reality-Brille, die bei der Kommissionierung unterstützt.

In einer Netzwerkpause hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, um sich über ihre Eindrücke auszutauschen sowie mit den Mitarbeiter:innen des Zentrums ins Gespräch zu kommen und sich dabei unter anderem über das aktuelle Schulungsangebot und die Expertennetzwerke zu informieren. Als Partner am Zentrum Augsburg sind das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, die fortiss GmbH, die ibi research an der Universität Regensburg GmbH sowie die Technische Universität München mit dem Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) und dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) beteiligt. Der VDMA Bayern hat die Leitung des Zentrums inne.

Führung durch das Mittelstand-Digital Mobil des Zentrums Augsburg
Führung durch die Versuchshalle des iwb der TUM
Führung durch die Versuchshalle des Lehrstuhls fml der TUM

Sie möchten sich weitergehend über die Angebote des Zentrums informieren oder haben vielleicht schon eine konkrete Idee im Kopf? Unser Team hilft Ihnen gerne weiter.

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