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Die SE-Toolbox wurde in einem fünfzehnmonatigen Entwicklungsprozess im Rahmen des Zukunftsprojekts „Software4KMU“ entwickelt, das durch den Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert wurde. Beteiligt waren das Landesforschungsinstitut fortiss – zuständig für softwareintensive Systeme – des Mittelstand-Digital Zentrums Augsburg sowie die IT-Dienstleistungsgesellschaft mbH Emsland (it.emsland) für das Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück. Ergänzend wurden in Zusammenarbeit mit sechs KMUs zentrale Problemstellungen identifiziert und darauf basierend die Entwicklung der Toolbox ausgerichtet.
Bei der Durchführung von Software-Engineering-Projekten – von Digitalisierungsinitiativen bis zur kompletten Inhouse-Entwicklung – stehen viele kleine und mittlere Unternehmen vor begrenzten personellen Kapazitäten, eng gesteckten Zeitrahmen und fehlenden methodischen Grundlagen. Genau hier setzt die SE-Toolbox an: Sie stellt modulare, flexibel kombinierbare Bausteine für die entscheidenden Phasen des Softwareentwicklungszyklus bereit – vom Requirements Engineering zu Projektbeginn bis zur Qualitätssicherung am Projektende. Ergänzt wird das Angebot durch praxisnahe Lerneinheiten, die eine unmittelbare Anwendung der Toolbox im Arbeitsalltag gewährleisten.
Mit der SE-Toolbox lassen sich digitale Kompetenzen im Unternehmen systematisch ausbauen, Abläufe nachhaltig optimieren und die Zusammenarbeit mit externen IT-Dienstleistern langfristig verbessern – im besten Fall lässt sich die Abhängigkeit von externer Expertise sogar deutlich reduzieren.
Die SE-Toolbox vereint bewährte Methoden, Werkzeuge und Best Practices aus dem Software Engineering in einer benutzerfreundlichen und direkt anwendbaren Form. Sie wurde entwickelt, um insbesondere kleinen und mittleren Betrieben den Einstieg in Digitalisierungsprojekte sowie die Optimierung bestehender Abläufe zu erleichtern. Dabei bietet die Toolbox praxisnahe Unterstützung sowohl bei der Auswahl passender, marktverfügbarer Softwareprodukte als auch bei der Planung und Umsetzung unternehmensinterner IT-Projekte.
Besonderes Augenmerk legte das Entwicklerteam auf das Anforderungsmanagement: „Das Besondere an der SE-Toolbox ist, dass wir den Nutzern eine neue Herangehensweise an ihre Softwareprojekte ermöglichen“, erklärt der fortiss-Projektverantwortliche Anton Luckhardt. Dabei flossen wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Forschungsinitiativen AMDiRE und NaPiRE ein: AMDiRE ist ein Ansatz, mit dem Anforderungen systematisch erfasst und strukturiert werden können, wobei der Fokus auf klar definierten Ergebnissen – sogenannten Artefakten – statt auf starren Prozessen liegt. Dieser Ansatz wurde in über 20 Jahren umfangreicher
Forschung und Industriekooperationen entwickelt und etabliert. NaPiRE umfasst empirisch fundierte Erkenntnisse aus 15 Jahren Forschung zu praktikablen Vorgehensweisen im Anforderungsmanagement und diente als zusätzliche Grundlage für die Gestaltung der Toolbox.
Michael Schnaider, Geschäftsführer von it.emsland, sieht in der Toolbox vor allem ein strategisches Instrument für KMU: „Die Vorlagen und Hilfestellungen, die die SE-Toolbox ihren Nutzern bietet, konzentrieren sich auf individuell zu erreichende Ergebnisse statt auf starre Prozesse bisher üblicher Verfahren.“ Die Toolbox sei damit ein effektiver Baustein zur Unterstützung der Mittelstand-Digital Zentren und ihrer Partnerunternehmen.
Alle Inhalte der SE-Toolbox sind frei zugänglich, vollständig kostenfrei nutzbar und erfordern keine Registrierung. Die Plattform eignet sich sowohl für unternehmensinterne Projekte als auch für die Zusammenarbeit mit IT-Dienstleistern. Darüber hinaus unterstützt sie das Selbststudium und die praxisnahe Qualifizierung von Mitarbeitenden ohne IT-Hintergrund – ein wichtiger Beitrag zur Überbrückung des Fachkräftemangels im Mittelstand.


Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie gerne Anton Luckhardt von der fortiss GmbH unter folgender E-Mail-Adresse: luckhardt@fortiss.org
Die Datenaufbereitung ist ein entscheidender Schritt für die erfolgreiche Implementierung von Künstlicher Intelligenz in der Qualitätssicherung. Der Leitfaden „Datenaufbereitung für KI-Anwendungen in der Qualitätssicherung“ des Mittelstand-Digital Zentrums Augsburg bietet eine detaillierte Anleitung, um Rohdaten effizient zu strukturieren und zu optimieren. Er erklärt, wie Unternehmen Daten sammeln, selektieren und bereinigen können, um sie für KI-basierte Anwendungen nutzbar zu machen. Ebenfalls zeigt er die Arten von Daten, die in den häufigsten Fällen erhoben werden und welche Herausforderungen diese mit sich bringen.
Um einen konkreten Einblick in die Umsetzung von verschiedenen KI-Projekten in der Qualitätssicherung zu geben, geht der Leitfaden auch auf die Praxis ein. Mehrere Anwendungsbeispiele zeigen, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz durch gezielte Datenaufbereitung in unterschiedlichen Bereichen nutzen.
Insgesamt unterstreicht der Leitfaden die zentrale Rolle der Vorbereitung für den erfolgreichen Einsatz von KI in der Fertigung und bietet wertvolle Ressourcen für Entscheider:innen aus produzierenden Unternehmen, (angehende) Data Scientists, Automatisierungs-, Digitalisierungs- und KI-Beauftragte sowie Mitarbeitende, die sich über Künstliche Intelligenz informieren möchten.
Durch die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden Unternehmen in Zukunft verpflichtet, ihre Nachhaltigkeitskennzahlen in Form einer Klimabilanz zu veröffentlichen und extern prüfen zu lassen. Dabei werden die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen eines Unternehmens erfasst. Durch die Erstellung können nicht nur Emissions-Hotspots identifiziert und gezielte Maßnahmen zur Emissionsreduktion entwickelt werden. Auch in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens ergeben sich zahlreiche Vorteile, wie einen zunehmenden Wettbewerbsvorteil auf dem Markt, höhere Chancen auf Kredite oder Fördermittel und Kosteneinsparungen.
Der Leitfaden „Klimabilanz erfassen und Treibhausgase reduzieren“ beinhaltet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und gibt Unternehmen eine Struktur an die Hand, welche bei der Erstellung und Nutzung der Unternehmensklimabilanz von Bedeutung ist. Diese führt auf, welche Emissionen in den verschiedenen Unternehmensbereichen direkt und indirekt durch dessen Aktivitäten anfallen und es wird erläutert, wie die detaillierten Verbrauchsdaten in den relevantesten Kategorien erfasst werden können. Abschließend stellt der Leitfaden verschiedene Maßnahmen dar, welche zur Dekarbonisierung eingeführt werden können, um Emissionen zu reduzieren und nachhaltiger zu wirtschaften.
Ergänzend dazu beinhaltet der Leitfaden ein Praxisbeispiel der Alois Müller GmbH, das aufzeigt, wie ein Energiemanagement-System zur Reduktion von Treibhausgasemissionen beitragen kann. Mit einer Kombination aus Solaranlagen, Blockheizkraftwerken und Energiespeicher-Systemen produziert das Unternehmen CO2-neutralen Strom und Wärme. Diese Maßnahmen haben nicht nur die Energiekosten gesenkt, sondern auch die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens unterstützt.
Die Erfassung der Klimabilanz und die Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen sind somit entscheidende Schritte für eine nachhaltige Unternehmensführung. Dieser Leitfaden bietet eine praxisorientierte Unterstützung, um die Herausforderungen der Klimaberichterstattung zu meistern und langfristig von den Vorteilen einer nachhaltigen Produktion zu profitieren.
Der Leitfaden „Lernen für den Produktionsarbeitsplatz“ ist aus der Auswertung verschiedener Literatur und Erfahrungen sowie Interviews mit Expert:innen entstanden und richtet sich an Führungskräfte in der Produktion. Er bietet einen strukturierten Überblick über verschiedene Methoden und Ansätze, welche es ermöglichen Lernen direkt in den Arbeitsablauf zu integrieren. Dabei handelt es sich um Vorgehensweisen, bei denen das Lernen nahe an der regulären Arbeit stattfindet, sodass der Wissenstransfer nicht zeitlich versetzt erfolgt. So wird sichergestellt, dass gelernte Inhalte direkt angewendet und vertieft werden können.
Auch die Anwendung und Praxis wird genau beschrieben. Denn die genannten Ansätze sind nicht nur theoretische Konzepte, sondern werden durch konkrete Beispiele und Fallstudien aus der Industrie untermauert. Dies erleichtert es den Unternehmen, die Methoden auf ihre spezifischen Bedürfnisse anzupassen und direkt in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.
Der Leitfaden liefert somit einen Methodenbaukasten, der als wertvolles Werkzeug für Unternehmen dient, die mit der Zeit gehen und wettbewerbsfähig bleiben wollen. Durch die Integration von Lernen in den Arbeitsalltag können Sie sicherstellen, dass Ihre Mitarbeitenden stets auf dem neuesten Stand sind und ihr Wissen direkt in die Praxis umsetzen können.
Digitale Finanzdienstleistungen bezeichnen verschiedene Finanzdienstleistungen, welche über digitale Kanäle und Technologien bereitgestellt werden. Diese umfassen traditionelle Finanzprodukte, die digitalisiert wurden sowie innovative Lösungen, die speziell für digitale Plattformen entwickelt wurden. Die Vorteile bestehen darin, dass Prozesse effizienter und kostengünstiger ablaufen und Nutzer:innen diese Leistungen flexibel von überall aus nutzen können.
Auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können diese Techniken hilfreich sein. Beispiele für digitale Finanzdienstleistungen sind Echtzeitüberweisungen oder elektronische Rechnungen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in diesem Video.
Um zukunfts- und wettbewerbsfähig zu sein, stehen kleine und mittlere Unternehmen vor enormen Herausforderungen. Sie müssen immer effizienter und leistungsfähiger werden, und vermehrt in digitale Wertschöpfung investieren. Dabei spielen passgenaue Software-Lösungen eine zentrale Rolle.
Genau hier setzt das Zukunftsprojekt Software4KMU an. Kleine und mittlere Unternehmen sollen mithilfe einer zielgruppengerechten Online-Toolbox dazu befähigt werden, weitgehend eigenständig digitale Lösungen zu gestalten und individualisierte Software zu realisieren. Mit der geplanten Software-Engineering-Toolbox erhalten Unternehmen einen Werkzeugkasten, der ihren Fachexpert:innen eine niedrigschwellige und zugleich umfassende Hilfestellung für die Gestaltung digitaler Lösungen bietet. Dabei bilden die beiden Bereiche Anforderungsmanagement und Qualitätssicherung den Schwerpunkt des Projekts.
Damit die zu entwickelnde Toolbox die Bedürfnisse der Zielgruppe gut abbildet und einen konkreten, praktischen Mehrwert bietet, sollen von Beginn an KMU mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten eingebunden werden. Mithilfe von interaktiven Partizipationsformaten werden Anforderungen aus der Praxis gesammelt, formuliert und analysiert, und fließen in die Gestaltung und Umsetzung der Toolbox ein.
KMU profitieren hier vielfach. Sie erhalten die Möglichkeit, sich mit anderen KMU, die ähnlichen Herausforderungen gegenüberstehen, auszutauschen. Sie lernen den Erstellungs- und Entwicklungsprozess eines konkreten Digitalisierungswerkzeuges kennen und verstehen dieses anhand eines konkreten Anwendungsfalls. Weiterhin arbeiten sie während des Prozesses bereits an ihrer eigenen Herausforderung und lösen diese Schritt für Schritt. Die gesammelten Erfahrungen lassen sich für alle weiteren Projekte und Digitalisierungsvorhaben nutzen.
Interessiert, mitzuwirken? Weitere Informationen finden Sie hier.
Das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg wird im Zukunftsprojekt Software4KMU durch die fortiss GmbH, dem Landesforschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme vertreten. fortiss bringt umfassende Expertise im Bereich Software Engineering ein. Das Institut ist verantwortlich für die Umsetzung und Anpassung der Toolbox unter Berücksichtigung der Benutzerfreundlichkeit. Es liefert zudem das methodisch fundierte Konzept.
Das Mittelstand-Digital Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück wird im Zukunftsprojekt Software4KMU durch die IT-Dienstleistungsgesellschaft mbH Emsland (it.emsland) vertreten. it.emsland unterstützt bei der gezielten Auswahl und Aufbereitung der Wissensbausteine der Toolbox. Dabei wird auf ein großes Erfahrungswissen bei der Digitalisierung und Transformation von KMU zurückgegriffen. Zudem bindet it.emsland regionale KMU als Erfahrungsträger und Probanden ein.


Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie gerne Anton Luckhardt von der fortiss GmbH unter folgender E-Mail-Adresse: luckhardt@fortiss.org
Die Konferenz wurde zeitgleich an fünf Standorten in Deutschland ausgerichtet, darunter Berlin, Lingen, Köln, Leipzig und Stuttgart, jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Unter dem Motto „Von Prozessen bis KI – Digitale Transformation realisieren“ stand die Veranstaltung in Stuttgart.
Organisiert von den Mittelstand-Digital Zentren Saarbrücken, Klima.Neutral.Digital, Kaiserslautern, Darmstadt, Bau und Augsburg stand hier zum einen der Expertenvortrag „Bedrohungsanalyse für KMU durch Gamification“ von Tamara Wanner der HS Aalen auf dem Programm. Zudem konnten die Teilnehmenden die verschiedenen Demonstratoren der Zentren kennenlernen, beispielsweise einen KI-Koffer zur Schlüsselworterkennung oder einen KI-3D-Drucker zur optischen Prozessüberwachung. Daneben gab es auch die Chance ein Planspiel zu absolvieren, das Unternehmen dafür sensibilisiert Nachhaltigkeitsaspekte in allen Phasen mitzudenken.
Abschließend gab es eine Live-Schalte zu den anderen Standorten sowie eine Übertragung der Keynote von Fränzi Kühne zum Thema „Mastering Digital Transformation: KI, New Work und die Anwendung digitaler Trends“.
(Bildnachweis: © ibi research / VDMA Bayern / LHLK)
„Digitalisierung muss vom Chef ausgehen“, stellte Maximilian Funke-Kaiser bei der Führung durch das Technikum am Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV fest. Diese Erfahrung hat er in seiner politischen Arbeit gemacht. Der Augsburger ist in dieser Legislaturperiode das erste Mal in den Bundestag eingezogen und hat außerdem die Funktion als Digitalpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion inne. Somit ist er an digitalen Themen nah dran und steht im regelmäßigen Austausch mit Digitalminister Volker Wissing. Daneben kennt er aber auch die Unternehmenssicht, denn er war Geschäftsführer eines Familienbetriebs und hat selbst zwei Firmen gegründet.
Während seiner Sommertour hat er die Gelegenheit genutzt, das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg und seine Angebote näher kennen zu lernen. Ziel des Projekts ist es kleine und mittlere Unternehmen sowie das Handwerk bei der Digitalisierung zu unterstützen. Ein zentraler Bestandteil sind dabei die Schulungen, die unter anderem am Fraunhofer IGCV, einem der Projektpartner, angeboten werden. Vor Ort konnte Herr Funke-Kaiser von den Mitarbeiter:innen des IGCV, die zugleich für das Zentrum tätig sind, mehr über die Inhalte der beiden dort stattfindenden Schulungen erfahren und sich in die Rolle der Teilnehmer:innen hineinversetzen. Begleitet wurde der FDP-Politiker bei seiner Führung vom Leiter des Augsburger Zentrums, Andreas Estner, sowie vom Leiter des Fraunhofer IGCV, Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Daub.
Erste Station war die Lernfabrik für vernetzte Produktion (LVP), in der ein Lernspiel durchgeführt wird, bei dem die Schulungsteilnehmer:innen ein ferngesteuertes Fahrzeug montieren und dabei verschiedene Rollen vom Meister bis zum Monteur einnehmen. In drei Runden mit zunehmendem Digitalisierungsgrad werden die Teilnehmer:innen langsam an die Digitalisierung herangeführt – am Anfang noch mit Auftragszettel und Handbuch, am Ende mit Tablet und NFC. So kann jeder selbst erkennen, welche Vorteile Digitalisierung bietet, aber auch welche Tücken es gibt, beispielsweise bei schlecht umgesetzten Lösungen. Dem stimmte Herr Funke-Kaiser zu, denn Digitalisierung müsse als ganzheitlicher Prozess betrachtet werden und quer durch die Gesellschaft Akzeptanz mittels Anwendungen und stetigen Lernprozessen erhalten.
In der zweiten Lernumgebung, dem Lernlabor Robotik, befinden sich verschiedene Leichtbaurobotersysteme, die die Schulungsteilnehmenden testen können. Auch hier zeigte sich Herr Funke-Kaiser begeistert, doch es waren sich alle einig, dass diese komplexen Systeme beherrscht werden müssen und die Implementierung eine zentrale Herausforderung für Unternehmen darstellt.
Nach eineinhalb Stunden stand für den Politiker der nächste Termin an, aber er ging nicht ohne zu betonen: „Echt sehr, sehr spannend. Ich könnte hier den ganzen Tag verbringen.“ Dann bis zum nächsten Mal!
Unter den Gästen befanden sich nicht nur interessierte Vertreter:innen kleiner und mittlerer Unternehmen verschiedener Branchen, sondern auch von Verbänden und weiteren Institutionen. Sie wurden von den Zentrumsmitarbeiter:innen in der Versuchshalle des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der Technischen Universität München (TUM) in Garching empfangen, um an einem kurzweiligen Nachmittag die Angebote des Mittelstand-Digital Zentrums Augsburg kennenzulernen. Dabei stand das Programm der Veranstaltung unter dem Motto „Digitalisierung als Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit“.
In seiner Keynote „Nachhaltigkeit und Effizienz durch Information und Digitalisierung“ betonte Professor Johannes Fottner des Lehrstuhls fml, dass Nachhaltigkeit sowohl ökologisches als auch ökonomisches Ziel sein muss, nur so könne es funktionieren. Außerdem ging er auf die Wichtigkeit der Kreislaufwirtschaft für eine nachhaltige Zukunft ein. Er ist davon überzeugt, dass dies nur gemeinsam gelingt: „Viele Stellhebel in diesem Weg zur Circular Economy können nur durch ganzheitliches Denken und gemeinsames Handeln – übergreifend, interdisziplinär, multidisziplinär – erreicht werden.“ Die Digitalisierung spiele dabei eine wichtige Rolle, allerdings habe „Digitalisierung um des Digitalisierens Willen relativ wenig Werthaltigkeit.“ Dass sich die Kreislaufwirtschaft für Unternehmen aber wirtschaftlich durchaus lohnt, bekräftigte Professor Fottner anschließend im kurzen Austausch mit dem Publikum.
Wie die Umsetzung eines gemeinsamen Projekts eines Unternehmens mit dem Augsburger Zentrum aussehen könnte, präsentierte Senior Researcher am Fraunhofer IIS und Zentrumsmitarbeiter Dr. Tassilo Schuster am Beispiel von GP JOULE. Das Unternehmen bietet Lösungen für regenerative Energien an. Im Rahmen einer Potenzialanalyse wurde die digitale Wertschöpfung in der Wasserstoffwirtschaft untersucht. Daraus ergaben sich für GP JOULE nicht nur verschiedene zukunftsweisende Lösungsansätze, sondern auch Aspekte für ein mögliches Folgeprojekt.
Einen Einblick in die aktuelle Forschung erhielten die Besucher:innen bei Führungen durch die Versuchshallen des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) sowie des Lehrstuhls fml der TUM. Weitere Beispiele gab es im Mittelstand-Digital Mobil des Zentrums Augsburg, einem einzigartigen Showroom-Lkw, zu bestaunen. Hier konnten die Teilnehmenden die Anwendungen selbst testen, zum Beispiel eine Augmented-Reality-Brille, die bei der Kommissionierung unterstützt.
In einer Netzwerkpause hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, um sich über ihre Eindrücke auszutauschen sowie mit den Mitarbeiter:innen des Zentrums ins Gespräch zu kommen und sich dabei unter anderem über das aktuelle Schulungsangebot und die Expertennetzwerke zu informieren. Als Partner am Zentrum Augsburg sind das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, die fortiss GmbH, die ibi research an der Universität Regensburg GmbH sowie die Technische Universität München mit dem Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) und dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) beteiligt. Der VDMA Bayern hat die Leitung des Zentrums inne.
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